Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist der Kern unserer Arbeit. Project Biosphere ist aus der Überzeugung entstanden, dass hochwertige Bildungsmedien Menschen dabei unterstützen können, ökologische Zusammenhänge zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven einzuordnen und verantwortungsvoll zu handeln. Unser Ziel ist es, fachlich fundierte und anschauliche Bildungsmedien für eine nachhaltigere Welt möglichst ressourcenschonend zu produzieren. Im Mittelpunkt unserer Projekte stehen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), Biodiversität, Ökosysteme, Natur- und Klimaschutz sowie die Frage, wie Menschen Landschaften und natürliche Ressourcen nutzen und gestalten.
 

Energie und technische Ausstattung

Unsere Betriebs- und Postproduktionsstätte wird mit zertifiziertem Ökostrom der Bürgerwerke versorgt. Für Filmbeleuchtung verwenden wir ausschließlich energieeffiziente LED-Technik. Anstelle von Einwegbatterien setzen wir wiederaufladbare Akkus ein. Bei unseren überwiegend draußen stattfindenden Natur- und Bildungsmedienproduktionen können wir vollständig auf Generatoren verzichten. 

Filmtechnik ist ressourcenintensiv und muss nicht immer fabrikneu sein. Kameras, Objektive, Computer und weitere Geräte kaufen wir deshalb, soweit technisch und wirtschaftlich sinnvoll, gebraucht oder professionell wiederaufbereitet. Vor einer Neuanschaffung prüfen wir, ob vorhandene Geräte weiterverwendet, repariert oder sinnvoll ergänzt werden können. Wir bauen deshalb auf Ausrüstung, die nicht nur dem neuesten Stand der Technik entspricht, sondern auch mit langer Nutzungsdauer aufwarten kann, reparabel ist, zuverlässig funktioniert und die entsprechende Leistung liefert.
 

Mobilität und Reisen

Dreharbeiten im Natur- und Umweltbereich erfordern häufig Fahrten zu Orten, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichbar sind. Gleichzeitig versuchen wir, unnötige Wege zu vermeiden, Drehtage sinnvoll zusammenzulegen und mit möglichst kleinen Teams zu arbeiten. Für betriebliche Fahrten unterhalten wir keinen Firmenwagen, sondern nutzen einen bereits vorhandenen privaten VW Golf aus dem Jahr 1998. Uns ist bewusst, dass dieses Fahrzeug nicht den Kriterien eines emissionsarmen Fahrzeugs entspricht. Die durch unsere betrieblichen Fahrten verursachten Emissionen kompensieren wir deshalb vollständig über atmosfair. Innerhalb Deutschlands und dem europäischen Festland verzichten wir grundsätzlich auf Flugreisen. Geflogen wird nur bei interkontinentalen Produktionen, bei denen das Reiseziel mit anderen Verkehrsmitteln nicht sinnvoll erreichbar ist. Auch dort achten wir darauf, Reisen möglichst effizient zu planen, mehrere Produktionsziele miteinander zu verbinden und die Zahl der notwendigen Flüge gering zu halten.


Verpflegung

Bei unseren Produktionen ist die Verpflegung grundsätzlich vegetarisch oder vegan. Damit gehen wir deutlich über die Mindestanforderungen vieler Nachhaltigkeitsstandards für Filmproduktionen hinaus. Sollte in begründeten Ausnahmefällen Fleisch angeboten oder verwendet werden, beschränken wir uns auf regional erzeugtes Bio-Fleisch oder Wild aus nachvollziehbarer Herkunft. Einweggeschirr und Einwegflaschen vermeiden wir. Lebensmittel werden bedarfsgerecht eingekauft. Was vom Vortag übrig bleibt, wird weiterverwendet oder verbraucht.

 

Material, Requisiten und Kreislaufwirtschaft 

Als Naturfilm- und Bildungsmedienproduktion arbeiten wir nur selten mit aufwendig gebauten Kulissen. Benötigte Requisiten kaufen wir bevorzugt gebraucht und verwenden sie nach Möglichkeit in mehreren Produktionen. Auch Kleidung und Ausstattung unseres Presenters werden projektübergreifend genutzt. Bei Verbrauchsmaterialien achten wir auf ressourcenschonende Alternativen. Wir verwenden Recyclingpapier, vermeiden Einwegplastik und trennen anfallende Abfälle. Wenn für eine Produktion neue Materialien notwendig werden, bevorzugen wir gebrauchte, recycelte, recyclingfähige oder zertifiziert nachhaltig erzeugte Produkte.

 

Orientierung an den Green-Motion-Standards 

Wir unterstützen die ökologischen Standards von Green Motion und orientieren unsere Produktionsweise an ihren Anforderungen. Bei unseren gegenwärtigen Bildungsmedienproduktionen wird eine Green Motion Zertifizierung allerdings weder von den Auftraggebern noch von Förderinstitutionen verlangt. Da diese Projekte meist sehr knapp budgetiert sind, verzichten wir derzeit auf den zusätzlichen Verwaltungs- und Kostenaufwand einer formalen CO₂-Planbilanz, eines standardisierten Abschlussberichts und einer externen Prüfung. Wenn die Einhaltung der Green-Motion-Standards bei einer zukünftigen Produktion vertraglich, redaktionell oder im Rahmen einer Förderung erforderlich ist, beziehen wir die entsprechenden Prozesse selbstverständlich gerne mit ein. 

Bei Interesse kann eine aktuelle Checkliste der Green Motion Standards unserer Firma angefragt werden. Außer den Formalia zur Zertifizierung halten wir alle Standards ein.

 

Selbstverpflichtung und Weiterentwicklung

Technik, Mobilitätsangebote, Produktionsstandards und Möglichkeiten der Emissionsberechnung entwickeln sich weiter. Deshalb überprüfen wir unsere Arbeitsweise regelmäßig und passen sie an, wenn bessere und für kleine Produktionen praktikable Lösungen verfügbar werden. Wir möchten offen damit umgehen, was wir bereits erreichen und wo weiterhin Verbesserungsbedarf besteht. Unsere Selbstverpflichtung besteht darin, ökologische Auswirkungen bei jeder Produktion mitzudenken, unnötige Belastungen zu vermeiden und Nachhaltigkeit sowohl zum Gegenstand als auch zum Maßstab unserer Arbeit zu machen.

 

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